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Auf dem Weg zu neuer Hoffnung

Wort zum Wochenende
Aber wenn der Weg das Ziel ist, dann lohnt es sich, den Blick zu heben, so Susanne Händel.

„Der Weg ist das Ziel“ - Dieser Satz wirkt ausgeleiert, so oft steht er auf Kalendern oder Spruchkarten. Dennoch steckt für mich eine wichtige Erkenntnis drin, wenn man ihn auf den eigenen Lebensweg bezieht.

Jeder Mensch hat seinen oder ihren persönlichen Lebensweg, trifft Entscheidungen und schlägt dadurch eine bestimmte Richtung ein. Manchmal ist der Weg leicht und man wünscht sich, es würde immer so schön sein, manchmal ist er schwer und man möchte am liebsten wieder umkehren.

Auf dem Weg gibt es immer wieder kleine und große Abschnitte: Schulabschluss, heiraten, eine Krankheit durchstehen, eine neue Stelle antreten und noch Vieles mehr. Es sind zahlreiche Wegpunkte oder Ziele, aus denen sich unser Leben zusammensetzt und diese machen den Lebensweg aus, sie markieren einzelne Etappen.

Jahr für Jahr wird am Ostermontag im Gottesdienst die Emmausgeschichte gelesen: Zwei Jünger, die traurig über Jesu Tod sind, kehren in ihren Heimatort zurück. Sie glauben nicht an die Botschaft der Frauen, dass Jesus lebt. Mutlos und enttäuscht gehen sie den Weg nachhause. Da kommt Jesus hinzu und begleitet sie, aber sie erkennen ihn nicht - so eingenommen sind sie von ihrer Trauer. Erst als Jesus mit ihnen das Brot bricht, wie sie es bereits bei ihm erlebt haben, erkennen sie ihn. Plötzlich ist er verschwunden, aber sie sind erfüllt von neuer Hoffnung und neuem Glauben. Mit neuer Kraft laufen sie sofort den ganzen Weg wieder zurück nach Jerusalem, um es allen zu erzählen. (Lk 24, 13-35)

Oft schauen auch wir nur auf den Boden, sehen nur das Schlechte: den steinigen, dreckigen Weg. Wir merken gar nicht, was es um uns herum noch gibt. Aber wenn der Weg das Ziel ist, dann lohnt es sich, den Blick zu heben - besonders auf unserem Lebensweg.

So Vieles gibt es am Wegesrand zu entdecken! Auch die Strecke, die schon geschafft ist, und die Ziele, die bereits erreicht sind, können uns Kraft für steinige Wegstrecken schenken. Außerdem sind wir nicht allein unterwegs: Freunde, Verwandte, Partner oder Partnerin und andere Menschen begleiten uns. Und dann ist da noch Jesus, der uns damals wie heute durch die Emmausgeschichte sagen will: „Ich bin doch auch da!“

Wir sehen ihn wahrscheinlich nicht immer, vielleicht fällt es uns auch oft schwer, ihn zu spüren. Aber er hat uns die Zusage gegeben, dass er dennoch immer da ist. Allerdings finden wir ihn nicht auf dem Boden.

Heben wir also unseren Blick, es gibt doch so viel zu entdecken! Was sehen Sie?

Autorin: Susanne Händel, Pastoralassistentin, Pastoraler Raum Bergtheim-Fährbrück