Manchmal fürchte ich mich.
Seit der Pandemie ist das ein neues, bekanntes Gefühl, das sich bei mir einschleicht.
Ich will das nicht.
Aber, plötzlich ist es da.
Unangenehm
Unheimlich.
Ich bräuchte das nicht!
Geht Ihnen das auch so?
Wir leben in Zeiten der Veränderungen, der Umbrüche.
„Die“ sagen, es muss schnell gehen.
„Die“ sagen, es müsste längst passiert sein.
Aber wenn ich mich dann zügig auf den Weg mache, bin ich ziemlich allein unterwegs.
Die beharrlichen Kräfte im „Ist“ zu verharren, scheinen bei vielen Menschen ausgeprägter zu sein, als die Bereitschaft sich mit frohem Mut auf den Weg der Veränderung zu machen.
Und stärker.
Na, dann eben nicht.
Dann verharre auch ich.
Aber ich möchte nicht in Angst verharren.
Ein Ausweg sind für mich Texte aus der Bibel.
Hier berichten Menschen von ihrem Glauben, von ihrer Erfahrung mit Gott.
Das waren andere Zeiten. Aber auch sie bargen so manche Herausforderung.
Wie konnten Menschen an ihrem Glauben festhalten?
Einer meiner liebsten Verse lautet: "Fürchte dich nicht. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein."(Jes 43,1)
Gott hat mir, hat uns versprochen, bei uns zu sein. Darauf darf ich vertrauen. Er geht meine Wege mit. Er steht an meiner Seite. Jede und jeder sind ihm wichtig.
Auch, wenn ich mich fürchte.
Wir Würzburgerinnen und Würzburger wollen miteinander in Frieden und Toleranz leben.
Dafür setzen sich viele ein.
Dafür bleiben wir auch in herausfordernden Zeiten miteinander im Gespräch. Da ringen wir auch schon mal miteinander. Aber wir wollen uns nicht verlieren.
Dass uns das auch weiter gelingen werde, dafür setze ich mich ein.
Dafür bete ich.
Und einige Menschen mit ihr.
Machen Sie doch auch mit.
Autorin: Ihre Sabine Schrick, Pfarrerin an der Hoffnungskirche u. stellvertretende Dekanin

