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Wort zum Wochenende

Sind wir den schon am Ende...!?

Am Wochenende feiern wir in der katholischen Kirche das Fest Christkönig, den letzten Sonntag im Kirchenjahr, so Gemeindereferent Hubert Hemmerich

Sind wir den schon am Ende…!?

Ja, sind wir… zumindest am Ende des Kirchenjahres. Denn am Wochenende feiern wir in der katholischen Kirche das Fest "Christkönig" – den letzten Sonntag im Kirchenjahr – und stehen an der Schwelle zur Adventszeit. Mit dem ersten Advent beginnt also eine neue Zeit, in der wir uns wieder vorbereiten wollen auf das Kommen Gottes in diese Welt. Eine Zeit, in der wir Kerzen anzünden und uns an ihrem Licht freuen. Für viele ist das ein Zeichen, dass es wieder hell werden kann am Horizont des Lebens.

So oft gab und gibt es Situationen, in denen scheinbar „kein Stein mehr auf dem anderen geblieben ist“, in den für manchen gar eine Welt zusammengebrochen ist. Exemplarisch dafür ist der kleine Virus, der zur Zeit das Leben so vieler durcheinander bringt und sie an den Rand der Verzweiflung treibt. Wie die Erfolge bei der Entwicklung eines Impfstoffes Hoffnung auf ein „normales“ Leben machen, so ist für viele die Adventszeit ein Hoffnungsschimmer in dunkler Zeit.

Aber dabei kommt es sehr auf unsere Haltung an: wenn wir nur darauf warten, dass wieder alles so wird wie vor dem Virus, wenn es nur darum geht, in den Wochen vor Weihnachten doch noch möglichst viel Umsatz zu machen, dann läuft etwas verkehrt.

Das Evangelium des Christkönigssonntages führt uns deshalb die sogenannten „Werke der Barmherzigkeit“ vor Augen – aber letztlich geht es um das entscheidende Wort Jesu: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder (und Schwestern) getan habt, das habt ihr mir getan!“(Mt 25, 40)

In diesem Wort „Barmherzigkeit“ steckt das Wort HERZ! Das Herz ist aber nicht nur das lebenswichtige Organ in unserem Körper. Das Herz ist auch die Mitte unserer Person, dessen also, was uns ausmacht und wir bringen damit die tiefsten Gefühlen in Verbindung, zu denen wir Menschen fähig sind, die wir empfinden und verschenken. Wo wir ein „Herz“ für andere haben, stellen wir unsere eigenen Interessen, noch wichtiger, unseren Egoismus hinten an und öffnen uns für deren Sorgen, Ängste und Nöte. Und alles, was wir an Barmherzigkeit und Liebe von Gott erfahren, wird zurMotivationfür das eigene Handeln – oder anders, mit den Worten von Franz Kafka: „Im Augenblick der Liebe wird der Mensch nicht nur für sich, sondern auch für den anderen Menschen verantwortlich.“

Wenn wir tatsächlich in den kommenden Tagen des Advent anfangen, SO zu leben, dann sind wir eben nicht „am Ende“, sondern stehen vor einem Neuanfang für Frieden, Versöhnung und gegenseitigesVertrauen, fürAchtung und Respekt - allen Menschen gegenüber, denen wir begegnen.

Hubert Hemmerich, Gemeindereferent St. Josef, Grombühl

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